Rückschlag für die Zeitarbeitsbranche
Das OECD weißt anhand des aktuellen Falles mit der Drogeriekette Schlecker daraufhin, dass Zeitarbeiter, im internationalen Vergleich, in Deutschland vergleichbar schlecht geschützt sind. Der Kündigungsschutz für Festangestellte sei in Deutschland auf höchstem Niveau.
Das Vorgehen sei, wie beim Fall Schlecker, nichts neues, so das DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki. Nach massiver Kritik durch Zeitarbeitsverbände, Arbeitnehmervertreter und der Politik, habe sich die Drogeriekette erklärt, dass sie keine weiteren Verträge mit dem Zeitarbeitsunternehmen Meniar schließen werde. Schlecker wurde vorgeworfen seine Mitarbeiter zu kündigen um sie dann über Meniar für wesentlich weniger Lohn, in den neuen XL-Märkten, neu einzustellen.
Es sei jedoch nicht sicher, dass Schlecker nicht auf eine andere Zeitarbeitsfirma zurückgreifen werde. Von daher werde hier nur von einem „Etappensieg“ gesprochen. Es müsse generell auf Lohndumping verzichtet werden.
Die jetzigen Meniar-Zeitarbeiter müssten mit den Tarifbeschäftigten gleichgestellt werden. Der Schlecker-Betriebsrat begrüße, dass sich Ursula von der Leyen (CDU) einschalte, um gegen Lohndumping vorzugehen. Es müsse wesentlich Offensiver und Lauter dagegen, von den Parteien, vorgegangen werden.